Poliziano



1961 verspürte Dino Carletti den Wunsch, einen lebendigen Kontakt zum Ort seiner Jugend aufrecht zu halten, kaufte 22 Hektar Land in der Gemeinde Montepulciano und pflanzte Weinreben.

Sein Sohn Federico machte zunächst 1978 in Florenz seinen Abschluss in Agrarwirtschaft, nahm aber Ende der 80er Jahre die Herausforderung an, das Weingut zu übernehmen. Unterstützt von seinem ehemaligen Studienfreund, dem Oenologen Carlo Ferrini, und Professor Maurizio Castelli optimierte er die Vinifikation, die Rebflächen wurden neu bestockt und die Anbauflächefläche auf 140 Hektar vergrößert.

Als Hommage an den humanistischen Dichter Angelo Ambrogini, geboren in Montepulciano (1454-1494), und bekannt als „Il Poliziano“, nannte er sein Weingut Poliziano, das sich in zwanzig Jahren zum Symbolbetrieb für den ganzen DOC-Bereich entwickelten sollte. Und Federico Carletti zum Präsidenten des Schutzkonsortiums des Vino Nobile.

21-mal wurden ihm vom Gambero Rosso bis heute die „drei Gläser“ verliehen, in schöner Regelmäßigkeit vor allem der Ikone des Gutes, dem Vino Nobile „Asinone“. Doch auch mit dem übrigen Sortiment bietet Carletti Weine von großer Klasse und ausgewogener Preisstruktur. Und mit dem einfachen Chianti macht er auch einen richtig gute, bezahlbaren Wein für den täglichen Gebrauch.
(in vino veritas 2010)
 
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